Von sich weg bannt sie alles Feige; sie spricht: Schlecht—das ist Also Sprach Zarathustra · Capítulo 42 de 57
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Von sich weg bannt sie alles Feige; sie spricht: Schlecht—das ist

Von sich weg bannt sie alles Feige; sie spricht: Schlecht—das ist

feige! Verächtlich dünkt ihr der immer Sorgende, Seufzende, Klägliche

und wer auch die kleinsten Vortheile aufliest.

Sie verachtet auch alle wehselige Weisheit: denn, wahrlich, es giebt

auch Weisheit, die im Dunklen blüht, eine Nachtschatten-Weisheit: als

welche immer seufzt: „Alles ist eitel!“

Das scheue Misstrauen gilt ihr gering, und Jeder, wer Schwüre statt

Blicke und Hände will: auch alle allzu misstrauische Weisheit,—denn

solche ist feiger Seelen Art.

Geringer noch gilt ihr der Schnell-Gefällige, der Hündische, der gleich

auf dem Rücken liegt, der Demüthige; und auch Weisheit giebt es, die

demüthig und hündisch und fromm und schnellgefällig ist.

Verhasst ist ihr gar und ein Ekel, wer nie sich wehren will, wer

giftigen Speichel und böse Blicke hinunterschluckt, der

All-zu-Geduldige, Alles-Dulder, Allgenügsame: das nämlich ist die

knechtische Art.

Ob Einer vor Göttern und göttlichen Fusstritten knechtisch ist, ob vor

Menschen und blöden Menschen-Meinungen: _alle_ Knechts-Art speit sie

an, diese selige Selbstsucht!

Schlecht: so beisst sie Alles, was geknickt und knickerisch-knechtisch

ist, unfreie Zwinker-Augen, gedruckte Herzen, und jene falsche

nachgebende Art, welche mit breiten feigen Lippen küsst.

Und After-Weisheit: so heisst sie Alles, was Knechte und Greise und

Müde witzeln; und sonderlich die ganze schlimme aberwitzige,

überwitzige Priester-Narrheit!

Die After-Weisen aber, alle die Priester, Weltmüden und wessen Seele

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