von Weibs- und Knechtsart ist,—oh wie hat ihr Spiel von jeher der
von Weibs- und Knechtsart ist,—oh wie hat ihr Spiel von jeher der Selbstsucht übel mitgespielt!
Und Das gerade sollte Tugend sein und Tugend heissen, _dass_ man der
Selbstsucht übel mitspiele! Und „selbstlos“—so wünschten sich selber
mit gutem Grunde alle diese weltmüden Feiglinge und Kreuzspinnen!
Aber denen Allen kommt nun der Tag, die Wandlung, das Richtschwert,
_der grosse Mittag_: da soll Vieles offenbar werden!
Und wer das Ich heil und heilig spricht und die Selbstsucht selig,
wahrlich, der spricht auch, was er weiss, ein Weissager: „Siehe, er
kommt, er ist nahe, der grosse Mittag!“
Also sprach Zarathustra.
Vom Geist der Schwere
1.
Mein Mundwerk—ist des Volks: zu grob und herzlich rede ich für die
Seidenhasen. Und noch fremder klingt mein Wort allen Tinten-Fischen und
Feder-Füchsen.
Meine Hand—ist eine Narrenhand: wehe allen Tischen und Wänden, und was
noch Platz hat für Narren-Zierath, Narren-Schmierath!
Mein Fuss—ist ein Pferdefuss; damit trapple und trabe ich über Stock
und Stein, kreuz- und querfeld-ein und bin des Teufels vor Lust bei
allem schnellen Laufen.
Mein Magen—ist wohl eines Adlers Magen? Denn er liebt am liebsten
Lammfleisch. Gewisslich aber ist er eines Vogels Magen.